Donnerstag, 29. September 2011

Vojta Therapie

... lang habe ich überlegt, ob und wieviel ich über unser Privatleben preisgeben will...

...Fotos von den Kids sind hier selten, ganz bewußt selten...

...aber eine Sache, die uns nun seit gut 6 Monaten begleitet möchte ich gerne mit Euch teilen:

Hannahs Vojta- Therapie

Bereits bei der U3 stellte unser Kinderarzt eine Vorzugshaltung fest, uns war auch schon aufgefallen, dass Hannah den Kopf immer nach links drehte... 6 Wochen später bei einer Entwicklungskontrolle hatte sich der Schädel schon derart verformt, dass Handlungsbedarf bestand. So wurden wir an die Kinderklinik überwiesen...

Seitdem sind wir nun jede Woche einmal dort, werden von einer tollen Physiotherapeutin angeleitet und betreut. Zusätzlich wiederholen wir die Übungen bis zu 4x täglich(meistens 3x, mehr ist zeitlich nicht drin) zu Hause.

Schon nach 2 Wochen (Hannah war 4,5 Monate alt) sahen wir erste Fortschritte, sie fing an gezielt nach etwas zu greifen. Auch ihre Haltung besserte sich zusehends, sie drehte selbstständig den Kopf. Wenn sie auf dem Rücken lag, war sie das zufriedenste Baby überhaupt, quasi tiefenentspannt.

Aber in der Bauchlage...
Sie schrie vor lauter Wut alles zusammen, einfach weil sie nicht anders konnte... Ihre Arme konnte sie nicht selbstständig nach vorne bringen, eben weil sie immer nach links schaute und eine sog. Asymetrie mit Seitneigung entwickelt hatte. Sie hatte auch nicht die Kraft den Kopf länger als 5sec. zu halten...

Ganz langsam und mit vielen "Turnstunden" wurde auch das besser, mittlerweile liegt sie ständig auf dem Bauch und stützt sich super gut ab/hoch... Langsam kommt sie in den schrägen Sitz, aber auch da sind Ihre Muskeln noch etwas untrainiert, wir arbeiten dran... ;-)

Im Großen und Ganzen sehen wir einen ständigen Aufwärtstrend, wenn es auch Tage gibt, wo wir es einfach leid sind... Der Zeitaufwand ist nicht zu verachten, Wickeln und Turnen gehören bei uns zusammen und pro Turnstunde ist es immer eine gute halbe Stunde... Manchmal sehe ich auch eine Woche keinen Fortschritt, oder ich kann Hannah manchmal bei den Übungen nicht halten, wenn wir in die Klinik fahren sieht man dann doch Fortschritte, auch wenn sie klein sind...
Aber die geben uns die Kraft weiterzumachen...

So, dass war nun mal ein Einblick in unser Privatleben... Vielleicht bald mehr...

LG Steffi, die grad merkt, wie gut es tut, sich das mal aufzuschreiben...

1 Kommentar:

bellaina hat gesagt…

Liebe Steffi,

es ist gut sich manche Dinge von der Seele zu schreiben (ich weis das nur zu gut). Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie viel Kraft Dich das kostet aber auch wie schön die Momente sind an denen Du wieder bemerkst, dass sich die ganz Mühe doch lohnt. Annabella hatte eine Hüftfehlstellung und musste Wochenlang (direkt nach der Geburt) eine Art Spreizgestell tragen. Tag und Nacht. Bei jeder Untersuchung wurde das Teil neu eingestellt und mir wurde immer ganz schlecht dabei.
Aber nun sehen wir es hat sich gelohnt, sie wurde vor kurzem Routinegeröngt und es wurde nix mehr beanstandet.

Was ich damit sagen will: auch wenn es dauert und Du manchmal denkst "ich mag nicht mehr" es lohnt sich und ein lächeln von einem Minimenschen ist doch immer die ganze Mühe wert!

Lieben Gruß
Sabine